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Stellenausschreibung: Begleiterin/Begleiter von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

StellenausschreibungDie Pfarreiengemeinschaft Bergisch Gladbach-West engagiert sich in enger ökumenischer Zusammenarbeit in den Flüchtlingsinitiativen „Willkommen in Schildgen“ und „Willkommen in Paffrath/Hand“. In diesen sind etwa 300 Ehrenamtliche aktiv. Um die Willkommenskultur weiter nachhaltig zu entwickeln und die Integration voranzutreiben, wird ab sofort und zunächst befristet für ein Jahr die Stelle einer/s

Begleiterin/Begleiters von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

in der Pfarreiengemeinschaft Bergisch Gladbach-West eingerichtet. Der Beschäftigungsumfang beträgt 15 Wochenstunden.

Was wir erwarten:

  • Hilfestellung zur Weiterentwicklung von Strukturen zur Integration geflüchteter Menschen
  • Begleitung, Förderung und Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche
  • Ideen aufgreifen, initiieren und umsetzen
  • Mitwirkung bei der Koordination von Patenschaften
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit der ökumenischen Flüchtlingsarbeit der Gemeinden, Bindeglied zwischen den beiden Flüchtlingsinitiativen
  • Vertretung der Kirchengemeinden in Fragen der Flüchtlingsarbeit
  • Zusammenarbeit mit DRK und Behörden
  • Initiativen zur Jobsuche für Flüchtlinge

Was sie mitbringen:

  • Berufs- und Praxiserfahrung in pädagogischen Arbeitsfeldern
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Gut ausgeprägtes Kommunikationsvermögen, freundliches und sicheres Auftreten und verbindlicher Umgang mit Menschen
  • Methodenkompetenz in der Arbeit mit Gruppen
  • Organisatorische Fähigkeiten; sicherer Umgang mit PC und den gängigen EDV-Anwendungen
  • Flexible Einsatzfähigkeit
  • Erfahrung in kirchlichen und verbandlichen Strukturen, in Sozialraum- und Netzwerkarbeit sowie in der Flüchtlingshilfe
  • Bewusste Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche und überzeugende Bereitschaft, sich dafür im Beruf zu engagieren

Unser Angebot:

  • Vernetzung mit den Pastoralteams der katholischen und evangelischen Gemeinden
  • Zugang zu einem leistungsfähigen Netzwerk in Kirchengemeinden, Kreis und Erzbistum Köln
  • gut ausgestatteter Arbeitsplatz
  • Anstellung im Kirchengemeindeverband und Vergütung nach KAVO

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 15.8.2016 per Email an: buero@stclemens-paffrath.de oder per Post an: Pfarrer Wilhelm Darscheid, Kempener Str. 4, 51469 Bergisch Gladbach.

27. Juli 2016.|

Wildes Japan Erfahren – Radtour der Initiative „Mobile Nachbarn“

Die Initiative Mobile Nachbarn Schildgen organisiert nach der gelungenen Radtour-Premiere zum Leverkusener Neulandpark am 14. August 2016 die zweite Radtour mit Flüchtlingen unter dem Motto „Wildes Japan Erfahren“ durch. Ziel sind der Wildpark in Dünnwald und der Japanische Garten in Leverkusen. Abfahrt ist um 14:00 Uhr an der Pfarrhausgarage der Herz Jesu Kirche, Rückkehr wird etwa gegen 17:00 Uhr sein. Die Strecke ist leicht zu bewältigen, insgesamt werden ca. 25km gefahren. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung zwecks besserer Planung ist per E-Mail an kontakt@mobile-nachbarn-schildgen.de erwünscht.

Wildes Japan Erfahren

27. Juli 2016.|

Idomeni – Endstation vieler Hoffnungen – Bildervortrag mit Gespräch im Himmel & Ääd

Angela und Christoph Winterhoff waren im Mai 2016 in Idomeni, um zu helfen und zuvor gesammelte Spenden sinnvoll einzusetzen. Dort sind sie geflüchteten Menschen mit Hoffnungen und Träumen unter schwierigsten Lebensumstände begegnet, aber auch großem, kreativen Engagement von internationalen Freiwilligen. Sie zeigen Bilder vom inzwischen aufgelösten Flüchtlingscamp Idomeni und erzählen von ihren Erlebnissen.

In Koopration mit

Vielfalt. Viel wert. Caritas h-un-a-logo

Eintritt frei / gerne Spenden

19:30 im Himmel un Ääd-Begegnungs-Café
Schildgen, Altenberger-Dom-Str. 125

Hier geht´s zum Ankündigungs-Plakat der Veranstaltung

5. Juli 2016.|

Himmelfahrtslauf im Unterscheider Wald

Am 5.Mai startete der Lauftreff „Haus Pohle“ beim Himmelfahrtslauf der evangelischen Andreasgemeinde. Wir hatten vorher schon einmal beim wöchentlichen Lauftreff die Strecke begutachtet. Ausgestattet mit neuen Laufschuhen – an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an die Initiative Willkommen in Schildgen – gingen statt der erwarteten 10 Läufer sogar 20 Bewohner hochmotiviert an den Start

Für alle fanden sich private Sponsoren. Auch dafür ein herzliches Dankeschön.

Unsere Läufer erstaunten uns mit ihren tollen Leistungen. Sie freuten sich über Handyfotos und Urkunden. Am Ende kam sogar ein Pokal für das Team Haus Pohle heraus. Der beste Läufer des Lauftreffs, Shiar, schaffte 14 Runden (etwa 20 km) und wäre gerne noch weiter gelaufen. Leider war die Laufzeit nach 2 Stunden zu Ende.

Sowohl die Teilnehmer als auch die vielen Zuschauer an der Strecke hatten jede Menge Spaß und die Bewohner aus Haus Pohle wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder beim Himmelfahrtslauf und dem anschließenden Fest dabei sein. Unser Lauftreff startet immer sonntags um 9.00 Uhr am Haus Pohle. Interessenten können sich gerne melden: gerhild.littek@web.de

Gerhild Littek für den Lauftreff Haus Pohle

4. Juli 2016.|

Bericht vom Vortrag „Syrien – ein Land im Untergang“ von Larissa Bender

Am 20.5.2016 im Pfarrsaal Herz Jesu Schildgen – Kooperationsveranstaltung der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Schildgen“ und des Ökumenischen Begegnungs-Cafés Himmel & Ääd

Syrien – ein Land im Untergang, so wurde die Vortrags- und Diskussions-veranstaltung mit der Syrien-Expertin Larissa Bender angekündigt und ca. 80 Interessierte haben den Weg in den Pfarrsaal der Herz Jesu Gemeinde in Schildgen gefunden.

Larissa Bender beeindruckte und berührte mit einem fundierten, tiefgehenden und präzisen Wissen um die fatale, bedrohliche und menschenverachtende Situation in Syrien. Sie zeigte und erklärte anschaulich historische, politische und religiöse Entwicklungen, Zusammenhänge sowie die Vielfalt der Akteure und Interessen im Konflikt. Darüber hinaus berichtete sie über die Auswirkungen dieses Krieges, den das Regime gegen das eigene Volk führt und die Lage der Zivilbevölkerung, was nur als humanitäre Katastrophe zu bezeichnen ist. Ein Krieg, der eigentlich ein  Stellvertreterkrieg ist, den die syrische Armee mit Hilfe von Milizen aus dem Libanon, Iran und Irak führt. Eindringlich, sachlich und emotional engagiert  ist es L. Bender gelungen, uns Zuhörern zu vermitteln, was so hoffnungsvoll mit den ersten friedlichen Demonstrationen begann, der Wunsch nach Freiheit und Demokratie, wie diese Protestbewegungen jedoch von der Regierung brutal niedergeschlagen wurden (grenzenlose Gewalt, Tötungen, Verhaftungen, Unterdrückung) – ebenso die Einflüsse, Entwicklungen und Zusammenhänge anderer Länder (Religionen, Ethnien, Wertesysteme) in der arabischen Welt sowie das „Wegschauen“ oder tatenlose Zuschauen der Weltgemeinschaft und auch insbesondere der westlichen Welt. Syrien war für Europa scheinbar lange nicht von Interesse – erst ab dem Zeitpunkt, als die Flüchtlingswelle einsetzte. Enttäuschung und Ernüchterung der Syrer über das Desinteresse der Weltgemeinschaft, sich von allen „verlassen zu fühlen“, die eigene Identität, Wurzeln, alles Materielle und die Heimat sowie Familienangehörige und Freunde zu verlieren, dieses wurde uns als Zuhörer deutlich aufgezeigt und hat sehr berührt. Die Dichte des Vortrages, Zahlen über Tote, Flüchtlinge, Verfolgte und Gefolterte, Daten, Fakten, Hintergrundwissen – daraus resultierende Analysen, Erfahrungen,  Emotionales – hat uns die Komplexität, Tragweite und Tragik dieses untergehenden Landes und seinen Menschen sehr klar vor Augen geführt.

Mit welchem Gefühl geht man als Zuhörer nach Hause: Hoffnungslosigkeit – wann und wie kann dieser Wahnsinn ein Ende finden? Geht das überhaupt? Darauf hat auch Larissa Bender nicht wirklich eine Antwort. Ein Hoffnungsschimmer sind vielleicht die „kleinen Freiräume“, Ausdrucksmöglichkeiten von Protest, die sich syrische Künstler (Schriftsteller, Theaterleute, Fotografen, die bildende Kunst) schaffen – soweit sie überhaupt noch in Syrien leben können (nicht getötet wurden oder im Ausland leben). Hierzu gibt das sehr lesenswerte Buch: „Innenansichten aus Syrien“ von L. Bender einen guten Einblick.

Vielleicht haben dieser Vortrag und die anschließende Diskussion dazu beigetragen, ein größeres Verständnis den Menschen aus Syrien, die hier bei uns Zuflucht suchen, entgegen zu bringen. Wir können ihnen das Leid nicht nehmen, aber es ernst nehmen, ihnen zuhören, ihnen offen begegnen. Einfach humanitäre und christliche Werte leben!

Margret Grunwald-Nonte  30.5.2016

31. Mai 2016.|