Monthly Archives: Februar 2016

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Aktivitätsbericht der Kontaktgruppe Haus Pohle

Die Haus Pohle Kontaktgruppe

Aus „Willkommen“ soll ein „Miteinander“ werden …

Die „Kontaktgruppe“ ist ein Team von 6 ehrenamtlich engagierten Frauen, die in regelmäßigen Treffen und einzelnen Aktionen den Kontakt zu den Bewohner von Haus Pohle, sowie den sozialen Kontakt der Bewohner untereinander fördert. Sie wurde im September letzten Jahres gegründet und trifft sich seitdem mindestens zweimal in der Woche. Zu Beginn lag der Fokus darauf, erste Deutschkenntnisse zu vermitteln und den Bewohnern vom Haus Pohle zu helfen, sich hier in Bergisch Gladbach zurecht zu finden. Heute liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten mehr im sozialen Bereich und im Austausch von Kulturunterschieden. Als Beispiel stellen wir 3 Aktivitäten vor, die kürzlich stattgefunden haben und allen großen Spaß gemacht haben!

  1. Besuch des Bayer 04 Fussballspiels gegen Hannover: 30 Freikarten waren natürlich der perfekte Anlass für einen Ausflug in die Leverkusener Fußballarena. Bereits der erste Eindruck, wenn man im Flutlicht in das Stadion kommt, ist überwältigend. Wenn dann noch die Hymne angestimmt wird, läuft es dem einen oder anderen erst recht wohlig den Rücken runter. Wenn dann auch noch Leverkusen gewinnt und eine gute Stimmung in der Fankurve aufkommt, ist es ein perfektes Erlebnis. Alles das war gegeben, und viele Bewohner träumen jetzt von einer Dauerkarte bei Bayer 04.
    Fussball 2
  2. Karnevalszug in Bergisch Gladbach: Gemeinsam mit einer Gruppe von ca. 15 Hausbewohnern ging die Kontaktgruppe zum Karnevalszug nach Bergisch Gladbach. Wochen vorher war das Thema ‚Karneval‘ in der Kontaktgruppe aufgegriffen worden und mit speziellen Broschüren und Infomaterial wurden den Bewohnern einige dieser für sie fremden, wahrscheinlich recht ulkig wirkenden Karnevalsbräuchen erklärt. Alle waren sehr gespannt, was es damit wohl auf sich hat. Bei herrlichem Wetter fuhren wir in einer Gruppe von ca. 35 Leuten mit dem Bus in die City und fanden einen schönen Platz am Zug an der Rosenapotheke Ecke Laurentiusstrasse. Essen und Trinken und Musik waren in einem Bollerwagen dabei. Die Stimmung war prächtig, schnell waren die ersten Tüten mit Wurfmaterial gefüllt. Bei Zugstop reihte man sich in Polonaisen mit ein, die durch die Straße um die Wagen herzogen. Das friedliche und lustige Bild, das hier erlebbar wurde, war eine völlig neue Erfahrung für die Teilnehmer aus Haus Pohle.
    Karneval 5
  3. Kochevent in der evangelischen Kirche: Essen ist bei den Männern und Frauen aus dem Haus Pohle ja immer ein großes Thema. Immer wieder wurde der Wunsch geäußert, selber kochen zu dürfen und arabisches Essen zubereiten zu können. Die Bereitstellung der Räumlichkeiten der evangelischen Gemeinde machte es möglich, dass wir diesem Wunsch endlich nachkommen konnten. Am Vortag ging es in einer kleineren Gruppe zum Einkaufen in den türkischen Laden „Antalya“ nach Manfort. Einige hatten bereits Lieblingsgerichte ausgewählt. Per WhatsApp wurden Photos mit den Müttern in Syrien ausgetauscht, dass man auch ja die richtigen Zutaten einkauft. Am nächsten Tag – Freitagabend – trafen sich dann alle in der Gemeindeküche der evangelischen Kirche. Insgesamt 25 Bewohner aus Haus Pohle waren dabei. Die Küche war voll mit schnibbelnden, kochenden, schälenden, brutzelnden Menschen, alle waren irgendwie beschäftigt, jeder wollte etwas Besonderes hinzutun. Dann wurde eine große Tischrunde eingedeckt, und nach 3 Stunden Kochen war es endlich soweit: Das erste Mal echte arabische Küche in der neuen, zweiten Heimat, Schildgen. Das erste Mal ein Essen, das man mit der Heimat verbindet und richtig schmeckt. Anschließend beteiligten sich auch die meisten an der nötigen Aufräumaktion, sodass es für alle Anwesenden eine richtig gelungene Aktion war.
    Kochevent_2502

Auch uns hat es gut geschmeckt und die Begeisterung der Flüchtlinge motiviert uns, bald wieder eine Kochaktion zu starten, diesmal vielleicht mit persischen oder afrikanischen Gerichten.

In den kommenden Wochen sind weitere Aktionen geplant, z.B. ein Besuch im Kölner Zoo (so etwas scheint es in Syrien und dem Irak nicht zu geben) und ein Abendessen in einem arabischen Restaurant in Köln. Sollte jemand durch diesen Bericht auf weitere Ideen kommen, was die Kontaktgruppe mit den Bewohnern vom Haus Pohle außerdem noch tun kann, oder gar Freikarten für die ein oder andere Veranstaltung organisieren könnte, wäre das Team um eine Information (am besten e-mail an m.s-tegtmeyer@t-online.de) sehr dankbar.

Das Kontaktgruppenteam:

Angelika Loos, Gerhild Littek, Susanne Krüger, Birgitta Rieks, Klaudia Zinnöcker, Mechthild Sünder-Tegtmeyer

26. Februar 2016.|

Mobile Nachbarn in Schildgen – Treffen für Interessenten am 16.02.2016

Die Herz Jesu Gemeinde möchte im Rahmen der ökumenischen Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Schildgen“ hier vor Ort das vom Erzbistum Köln entwickelte Fahrradprojekt „Mobile Nachbarn“ konkret mit Leben füllen. Wir suchen Leute, die bei folgenden Aktivitäten mitmachen wollen:

  • Organisation von Fahrradausleihen
  • Rad-Sammelaktionen
  • Fahrradwerkstatt (fahrtüchtig machen und reparieren)
  • Verkehrsregeln vermitteln
  • Fahrpraxis herstellen
  • Fahrradtouren in die nähere Umgebung etc.

Ein erstes Treffen für Interessenten findet statt am 16.02.2016 um 19:00 Uhr im Himmel un Ääd Café, Altenberger-Dom-Str. 125, 51467 Bergisch Gladbach

Interessierte melden sich bitte:

  • Thomas Weber (Email: kontakt@mobile-nachbarn-schildgen.de)
  • Pfarrbüro von Herz Jesu Schildgen, (Tel.: 02202-81230, Email: pfarramt@herz-jesu-schildgen.de
  • Infos werden zukünftig zu finden sein unter: www.mobile-nachbarn-schildgen.de
13. Februar 2016.|

Gemeinsam Mensch sein – Spendentüten im Café H&Ä oder CAP-Markt kaufen

Mit Spendentüten, die Sie ab sofort bis Ende Februar im Café Himmel & Ääd oder im CAP-Markt in Paffrath für 5 Euro kaufen können, unterstützen Sie die Flüchtlingsarbeit sowie auch andere hier lebende bedürftige Menschen. Die Spendentüten sind gefüllt mit dem Nötigsten wie z.B. Sanitär- und Hygiene-Artikel und haltbare Grundnahrungsmittel. Sie brauchen die Tüten nicht mit nach Hause zu nehmen, sie werden im Café und im CAP-Markt gesammelt und gehen nach Abschluss der Aktion direkt an die Empfänger.

12. Februar 2016.|

Benefizkonzert: ein frohes gemeinsames Fest

Gemeinsam mit H&Ä und der Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Schildgen“ präsentierten Roland Huber und Billy Odenthal fünf Bands aus Schildgen, Odenthal und Leverkusen. Mit Beginn um 16 Uhr bis gegen Mitternacht fanden an die 300 Gäste den Weg in den kath. Pfarrsaal und erlebten eins der bisher größten musikalischen Ereignisse in der Schildgener Geschichte.  Auch Bürgermeister Lutz Urbach hatte es sich nicht nehmen lassen, einige Begrüßungsworte zu sprechen und sich für das Engagement so vieler ehrenamtlicher Helfer zu bedanken. „Das ist das, was Bergisch Gladbach zurzeit ausmacht“.

Roland Huber für die beteiligten Musiker
„Das für mich absolute Highlight des Abends war die persönliche Ansprache von Britta Arlt mit den beiden Flüchtlingsvertretern Hosheen und Saad. Ich habe die Reden aus der ersten Reihe verfolgen können. Aufgrund der eindrucksvollen Schilderungen und emotionalen Reden wurde es ganz still im Saal und nicht nur ein Besucher hatte eine Träne in den Augen.“

Susanne Schubmehl für Himmel un Ääd / Britta Arlt für Willkommen in Schildgen
„Wir freuen uns sehr über den wirklich frohen und wunderbaren Nachmittag und Abend mit so vielen Bands, Musikern, Technikern und Helfern, den unermüdlichen EhrenamtlerInnen in Vorbereitung und beim Catering-Service, bei so vielen Besuchern und nicht zuletzt bei unseren mit feiernden ausländischen Gästen.“

An Reinerlös konnten ca. 1.300,- auf das Sonderkonto von Willkommen in Schildgen überwiesen werden.

Ganz herzlichen DANK an alle!

7. Februar 2016.|

Dringend Räumlichkeiten gesucht für die Odenthaler Kleiderkammer

Leider konnte das DRK für seine Kleiderkammer in Odenthal trotz aller Bemühungen immer noch keine neuen Räumlichkeiten finden und so langsam läuft die Zeit davon. Das Projekt unterstützt mittlerweile nicht nur Flüchtlinge aus Odenthal, sondern auch aus Bergisch Gladbach. Auch die Flüchtlinge aus Schildgen und Katterbach konnten hiervon bereits profitieren. Es konnten schon viele Menschen mit Kleidung und anderen Dingen versorgen und die Ehrenamtler sind durchweg auf große Dankbarkeit gestoßen. Bis Anfang März müssen neue Räumlichkeiten gefunden sein, damit die Kleiderkammer weiterhin erhalten bleiben kann. Wer also passende Räume zur Verfügung stellen kann oder irgendwelche Vorschläge für die Odenthaler hat, der möge sich mit den Ehrenamtlern der DRK Kleiderkammer Odenthal oder mit uns in Verbindung setzen. Mindestens 80 bis 100 qm (beheizt) im Raum Odenthal werden benötigt, ebenso die Möglichkeit, eine Toilette zu benutzen. Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre von großem Vorteil.

5. Februar 2016.|